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PRESSEBERICHTE



Erschienen in: Wiesbadener Tagesblatt
Erscheinungsdatum: 24.6.2019

LOKALES 24.6.2019 Die Welt der Modelle im Bürgerhaus in Kastel
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Die Welt der Modelle im Bürgerhaus in Kastel

Von Sylvia Winnewisser Erschienen am 24.06.2019 um 00:00 Uhr
80 Aussteller aus Rheinland Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
zeigten ihre liebevoll gebauten Exponate.
 


Akribische Tüftler zeigen bei der Modellbau-Ausstellung in Kastel ihre Exponate.
Foto: hbz/Jörg Henkel
 
KASTEL - In seinem 40. Jahr seit Gründung richtete der Plastik- und HO-
Modellbauclub Wiesbaden die 38. Modellbau-Ausstellung aus. 80 Aussteller aus
Rheinland Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zeigten im
Bürgerhaus Kastel ihre liebevoll gebauten Exponate aus unterschiedlichen Sparten
und Materialien und in verschiedenen Maßstäben. Neben Einzelausstellern und
Interessengruppen nahmen die Vereine MBC Camouflage, Mülheim-Kärlich/Koblenz,
Modellbaugruppe Sickingerhöhe aus Queidersbach, der MBC Freisen aus dem
Saarland, der Frankfurter Plastik Modellbau Fan Club 1983 und die Modellbaugruppe
Feuerwehr Marburg-Moischt an der diesjährigen Ausstellung teil. Ausgestellt waren
Pkw, Lkw, Baumaschinen, Schwertransporter, Rennwagen, land- und

forstwirtschaftliche Fahrzeuge, Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr,
Hilfsdiensten, Motorräder, Dioramen, Tiere, Gebäude, Kräne, Flugzeug- und
Schiffsmodelle sowie Militärfahrzeuge in Maßstäben von 1 : 1 bis 1 : 87.
Besonderheiten waren die Dioramen mit US-amerikanischen Motiven (Uwe
Brilmayer) oder das erstmals ausgestellte Speditionsmodell „Rainbow 24“ (Richard
Kläser).
Außerdem beeindruckte der Aufbau von Johannes Eckrich aus Obertshausen. Er
hatte die Straßenparade des Zirkus Sarrasani von 1930 auf dem Tisch, mit
originalgetreuen Automobilen, Musikgruppen, zierlichst eingerichteten Zirkuswagen
und Tieren. „Dahinter stecken 30 Jahre Recherche“, erzählt Eckrich. Was ihm noch
fehlt, sind die Original-Autokennzeichen.
Männliche Spielfreude zeigte auch die landwirtschaftliche Anlage von Silvio Hamann
und Paul Weis, bei der Mais aufgeladen, ins Lager gefahren und wieder abgeladen
wurde. Unter anderem gab es Asterix‘ Gallisches Dorf zu sehen, die Funktionsweise
eines Bugatti 8-Zylinder-Motors von 1932 oder ein fünf Meter langes Hafenmodell mit
Schwerlastverladung – neben Fantasy Figuren oder Starwars Kriegern aus Lego-
und Duplosteinen. Wilhelm Krawinkel aus Brakel hatte einen Gittermastkran des
Unternehmens Liebherr aufgebaut, ein Schwerlastkran unter anderem zum Bau von
Windrädern, was man anschaulich miterleben konnte. Für ihn waren in 1270 Stunden
32 200 Teile verbaut worden. Aus „nur“ 4500 Teilen besteht der Papier-Nachbau der
Prager Burg von Ludwig Schollenberger aus Appenheim. „Das ist wie Meditation“,
sagt Schollenberger. „Man kann dabei gut runterkommen.“ Last but not least zu
erwähnen das DC-Carsystem mit Infrarot-Abstandssteuerung von Bernd Laun und
Franz Kopp, das erstmals in Kastel mit acht Modulen zu sehen war. Um seinem Ziel
getreu bei jungen Menschen Interesse für den Modellbau zu wecken, gab der
Modellbauclub Wiesbaden auch Kindern die Möglichkeit, unter Anleitung einen
Revell-Hubschrauber nachzubauen.





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 06.11.2018

PLAYMOLAND 2018

FOTO: Jennifer Sick

Fast schon eine Art von Endzeitstimmung kam im wirklich finsteren „Land der Finsternis“ von Bodo Hoffmann auf. 

Oberkirchen. Viele bunte Welten aus Playmobil gab es in Oberkirchen zu bewundern. Hier stellten Händler und Bastler ihre kleinen Meisterwerke aus.

Ein Bison, ein Krokodil und ein Nilpferd trinken in gemütlicher Runde Bier zusammen. Nebenan feiert Affenkönig Louie im Hindutempel eine wilde Party. Und nur wenige Schritte weiter tragen sieben todtraurige Zwerge Schneewittchen im Glassarg durch den Wald. All das und noch vieles mehr konnten Besucher der Festhalle Oberkirchen bestaunen, denn der Modellbauclub Freisen hatte zur – nach eigenen Angaben – „größten saarländischen Playmobilausstellung der Welt“ geladen. Zwei Tage lang konnte man auf der Playmoland Saar zwölf Dioramen bewundern, die sowohl kleine als auch große Gäste vor allem durch ihren Detailreichtum zum Staunen brachten. Außerdem ermöglichten mehrere Verkäufer, Playmobilartikel auch vor Ort zu erwerben.

 

Beim Betreten der Festhalle lockten zunächst  realistische Welten die Besucher an die Tische der Aussteller. Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk waren zum Beispiel in Form hunderter Playmobilmännchen und auch diverser Fahrzeuge an mehreren Tischen im Einsatz. Besondere Aufmerksamkeit zog das Modell der Familie Hengel auf sich, das ein Abbild des Nationalmuseums für Naturgeschichte in Luxemburg war. Auf drei Ebenen und über verschiedene Räume verteilt, sahen die Besucher Dinosaurier und Höhlenmenschen, Ritter und Römer, Indianer und auch unterschiedlichste Tierarten – alles im Kleinformat. Sogar die Lager und Präparationsräume des Museums gehörten mit zu dem aufwendigen Diorama.

Nicht weniger detailreich, aber nicht an realen Welten orientiert, waren die zahlreichen fantastischen Modelle, die die Aussteller für die Playmoland aufgebaut hatten. Eines davon war die Kristallwelt von Ute Espendiller. Ein Kristallturm mit glitzernden Prinzessinnen sowie eine Schneelandschaft mit funkelnden Einhörnern, violetten Füchsen und freundlichen Schneemonstern – an Espendillers Tisch gab es Mädchenträume zu sehen. Doch nicht nur die weiblichen Besucher waren von ihrem Diorama begeistert. „Eben war ein älterer Herr hier, dem es auch sehr gut gefallen hat“, verriet der Playmobilfan.
Eines der größten Dioramen hatte Stefan Sternkiker mitgebracht. Auf
seinem Tisch war  das Dschungelbuch aufgebaut. Ein riesiger Hindutempel und ein Urwald voller Elefanten gehörten ebenso dazu wie das in Buch und Film thematisierte Menschendorf und die bekanntesten Figuren. Voller Begeisterung machten sich kleine und große Gäste  auf die Suche nach Mogli, Balu, Baghira und Shir Khan.

Dass so viel Entdeckbares auch jede Menge Arbeit bedeutet, liegt auf der Hand. „Gute sechs Monate hat die Idee zum Dschungelbuch in meinem Kopf gereift“, verriet Sternkiker aus seinem Schaffensprozess. „Und dann nochmal einen guten Monat um alles aufzubauen.“ Bei Ausstellungen wie der Playmoland unterstützt ihn seine ganze Familie, denn das große Modell braucht vor Ort nochmals gute 15 Stunden, bis es steht. „Und bei jedem Aufbau ist es immer wieder etwas anders“, so der Playmobilfan.

Ähnlich ging es auch den anderen Ausstellern, die alle so liebevoll gestaltetet Welten erschaffen hatten, dass man bei jedem Modell trotz längerer Betrachtungszeit immer noch etwas Neues entdecken konnte. Thomas Wüschner gehört zum Orgateam der Playmoland und hatte sein eigenes Werk mit dem Titel „Modellbau trifft Playmobil“ dabei. „Der Unterbau meines Dioramas stammt von einer Modelleisenbahn“, erzählte Wüschner. Er hatte mit Rittern, Märchenfiguren und Mittelalterelementen von Playmobil eine fantastische Welt erschaffen, die Rapunzel, Schneewittchen, Drachen und noch viele andere beherbergte.

Die Playmoland Saar war die erste Ausstellung ihrer Art im Saarland. Und der Probelauf war für den Modellbauclub mehr als zufriedenstellend, so Thomas Wüschner. 2300 Besucher kamen an zwei Tagen, um die Dioramen zu bewundern. Insgesamt elf Aussteller und fünf Verkäufer waren aus Deutschland, Belgien und Luxemburg zu der Veranstaltung angereist um die Festhalle mit Leben zu füllen und sowohl Besucher als auch Aussteller zeigten sich sehr zufrieden.

FOTO: Jennifer Sick

Vor allem für die weiblichen Playmobil-Fans war die „Kristallwelt“ von Ute Espendiller ein echter Hingucker.





Erschienen in: Ehrenamt News
Erscheinungsdatum: 02/2018





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 07.06.2017

Mit großer Liebe zum Detail

Die Auswahl bei der Modellbaubörse in Freisen war diesmal so groß wie noch nie.

Fotos: Sick

Freisen. Modellbauclub Freisen hatte bei der Modellbau- und Spielzeugbörse am Sonntag einiges zu bieten. Aussteller scheuten keine langen Anfahrten. Jennifer Sick

Von einem Podest lächelt ein kleiner, grüner Yoda auf die Besucher der Bruchwaldhalle herab. Bei näherer Betrachtung fällt auf: Es handelt sich um einen Wecker, der lediglich im Stil der beliebten Star-Wars-Figur gebaut wurde. Gleich nebenan warten zahllose Eisenbahnwaggons - alle von namhaften Herstellern wie Märklin oder Fleischmann - auf interessierte Abnehmer. All das und noch einiges mehr wurde am vergangenen Sonntag auf der 13. Modellbau- und Spielzeugbörse des Modellbauclub Freisen ausgestellt und feilgeboten. "Wir haben heute eine Riesenauswahl an neuen und gebrauchten Sachen", erklärte der Vorsitzende des Clubs, Gerd-Peter Werle, während der Börse. "Lego, Spielzeug, Eisenbahnen, Autos und noch viel mehr." Die Auswahl sei dieses Mal noch größer als sonst. Denn aus Deutschland, Luxemburg und Frankreich waren Aussteller angereist, um ihre Waren zu präsentieren, zu tauschen und zu verkaufen. So wurde auf der Modellbau- und Spielzeugbörse eine riesige Zahl unterschiedlichster Produkte gezeigt: Modelleisenbahnen und Zubehör, Modelllastwagen und -autos, Militärmodelle, Lego-Figuren und Playmobil-Spielzeug, sogar winzige Einrichtungsgegenstände für Puppenhäuser gab es zu bestaunen. Ebenso einige Raritäten, die vor allem Sammler begeisterten.

Besondere Aufmerksamkeit durch die Besucher wurde den unterschiedlichen Dioramen zuteil, die einige der Aussteller aufgebaut hatten. Eine kleine Stadt mit dazugehöriger Kirmes lockte viele Neugierige an. Bunte Lichter blinkten an den Fahrgeschäften und Riesenrad und Autoscooter waren ständig im Bewegung. Dabei war es vor allem der Detailreichtum, der viele beeindruckte. So durften zum Beispiel auf einem kleinen Badeteich gleich neben der Stadt nicht die Enten fehlen, die fröhlich übers Wasser paddelten und deren Weg nur von einem Ruderboot gekreuzt wurde, das seine Kreise über den See zog. Alles wie von Geisterhand bewegt.

Unbewegt, aber nicht minder detailreich waren die Dioramen von Winfried Gräf. Er hatte einen Bauernhof und ein Waldstück mitgebracht, auf dem schwere Maschinen und zahlreiche Arbeiter zu Gange waren. Die Arbeitsstunden, die in nur einer Szene stecken kann Gräf schon nicht mehr zählen. "Allein an meinen Fahrzeugen sitze ich manchmal sieben bis acht Stunden", erklärte er. Der Grund: Viele Modelle sind selbstgebaut. Denn das, was Gräf, der selbst in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist, gerne haben möchte, gibt es oft nicht zu kaufen.

Ein ähnliches Schicksal teilt auch Frank Waldmann. Auch er muss vorhandenen Modelle häufig von Hand nachbessern. Das Ergebnis aber ist der Mühe wert. Zum Beweis hatte er gleich mehrere Modelle dabei. Darunter einen zweieinhalb Meter langen Nachbau des Schlachtschiffes Bismarck, für das die Besucher schwärmten. "Wunderschön" und "ein Kunstwerk" waren nur zwei der lobenden Worte, die Waldmann ernten konnte. Sein Lieblingsmodell aber war das Spaceshuttle mit Startrampe im Maßstab 1:144, an dem er vier Jahre gearbeitet hatte. Bis ins kleinste Detail stimmte das beleuchtete Modell für den Besucher. Waldmann aber sah noch viele Kleinigkeiten, die er selbst noch verbessern wollte. Das nötige Material dazu konnte er bestimmt auf der Modellbaubörse finden





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 19.05.2016

Schönes und Skurriles

Autor: Jennifer Sick

Sicher gehörte eine kleine Modellbahnanlage mit Pendelzugsteuerung im Instrumentenkoffer zu den Highlights der mittlerweile zwölften Freisener Modellbau- und Spielzeugbörse. Es gab noch viel mehr zu sehen.

80 Aussteller aus Deutschland und Frankreich sowie zahlreiche Besucher tauschten, kauften und verkauften neue und gebrauchte Produkte aus unterschiedlichsten Bereichen: Zur zwölften Modellbau- und Spielzeugbörse hatte der Modellbauclub Freisen am Pfingstsonntag in die Bruchwaldhalle eingeladen. „Wir haben heute alles rund um das Thema Modellbahn hier“, erklärte Gerd-Peter Werle, Vorsitzender des Modellbauclubs. Dazu gehörten die bekanntesten Marken wie Märklin, Fleischmann oder Roco mit ihren neuesten Produkten, aber auch echte kleine Schätze. „Viele Aussteller sind mit besonderen Raritäten hier“, verriet Werle. „Das macht unsere Börse zu einem Mekka für Sammler.“ Das bestätigten auch Besucher. Einer von ihnen war Günter Mohr. Er konnte einen lange gesuchten Postwagen ergattern und war sich sicher, noch weitere Sammlerstücke zu entdecken: „Von solchen Börsen gehe ich nie ohne etwas weg, aber hier in Freisen finde ich immer etwas besonders Schönes“, sagte der Modelleisenbahnfreund.

Etwas Besonderes ergattern

Doch nicht nur im Bereich Eisenbahn hatten die Aussteller einiges zu bieten. Auch der Modellbau generell kam in der Bruchwaldhalle nicht zu kurz. Die Besucher fanden Autos, Trucks, Flugzeuge, Panzer, Schiffe und natürlich auch jede Menge Zubehör. Außerdem sorgte das diesjährige Motto noch für zusätzliche Abwechslung. „Diesmal haben wir den Schwerpunkt Figuren“, erklärte Werle. „Da ist alles mit dabei von Lego über Playmobil bis hin zu Schleich“. Und tatsächlich waren die Produkte der Aussteller auch hier mehr als abwechslungsreich. In einem Schaukasten stand Han Solo neben Bart Simpson. Einen Stand weiter fand man Feen und Elfen auf blumenumrankten Einhörnern und schon beim nächsten Anbieter konnten Modellbaufreunde eine komplette österreich-ungarische U-Boot-Besatzung in Miniaturgröße kaufen. Und wem das noch nicht genug war, der hatte die Möglichkeit mit der Figur eines zum Leben erwachten Auxiliarsoldaten zu plaudern. Modellbauer Thomas Hergert war extra aus Mainz angereist, um in römischer Rüstung die Gäste zu empfangen. Einige der Aussteller hatten außerdem ihre Anlagen aufgebaut, so dass Besucher sich auch gleich ein paar Anregungen zum Thema Modellbau mitnehmen konnten. Hier beeindruckte vor allem die Detailfreude der Teilnehmer, die bei genauer Betrachtung der unterschiedlichen Modellbauwelten zu Tage kam. Eine dieser Anlagen gehört Richard Kläser vom Plastik- und H0-Modellbauclub Wiesbaden. Er hatte nicht nur einen kleinen Pinguin in seiner ansonsten sehr nach Deutschland aussehenden Modellwelt versteckt, sondern auch einen seiner Mini-Lkw mit den Gesichtern des Freisener Modellbauclubvorstandes verziert. Besondere Aufmerksamkeit zog die Anlage von Klaus Simon auf sich, denn er hatte eine kleine Eisenbahn in einen Basskoffer verbaut. „Auf solche Ideen kommt man, wenn man auf sehr vielen Börsen war und einfach schon viel gesehen hat“, verriet der Modellbauer. Da er selbst jahrelang Musik gemacht habe, lag der Gedanke gar nicht so fern, eine Bahn mittels einer Pendelzugsteuerung durch einen Instrumentenkoffer fahren zu lassen. Den Besuchern gefiel die ungewöhnliche Idee und viele versammelten sich, um diese kleine Modellwelt zu bestaunen.





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 27.10.2015

Kleine Welt sorgt für große Augen

Lange Nacht der Modellbahn lockte über 350 Gäste in Freisener Schulaula

Von Brian-Timmy Erbe

Bei der langen Nacht der Modellbahnen in der Aula der Gemeinschaftsschule Freisen präsentierte der Modellbauclub Anlagen für jedes Alter. Familie Becker aus Freisen riskierte einen Blick – in diesem Fall auf die Playmobil-Anlage. Foto: H. Bernhardt Foto: H. Bernhardt

Eisenbahnen, Häuser und ganze Landschaften in kleinem Maßstab haben am Samstag die Aula der Gemeinschaftsschule in Freisen dominiert. Denn der Modellbauclub Freisen hatte dort zur langen Nacht der Modellbahn eingeladen.

Die ersten Besucher sind schon um 15 Uhr gekommen. Da mussten sie aber noch unverrichteter Dinge wieder umkehren, denn es sollte ja die lange Nacht der Modellbahn werden, und die Aussteller vom Modellbauclub Freisen waren in der Aula der Gemeinschaftsschule noch voll mit dem Aufbau der Anlagen beschäftigt. Später dann, nach 17 Uhr, habe man keine Frühstarter mehr weggeschickt, obwohl noch nicht alles startklar war, erzählt Gerd-Peter Werle, der Vorsitzende der Freisener Modellbauer. Zwar hätten die Clubmitglieder einige Routine im Aufbau von Präsentationen, aber die ausgestellten Modellbahnanlagen sollten in jedem Jahr anders aussehen und das koste dann schon einige Zeit. Vor allem auch die jüngsten Gäste habe man dabei im Auge, denn es gelte, so Werle, bei den Kindern das Interesse für das Hobby Modellbahn zu wecken: „Diese Veranstaltung ist zuerst einmal für die Kinder gedacht, denn die sollen ihren Spaß haben.“

Modell-Welten für die Kleinen

Und so war für die jüngsten Besucher der Einstieg in den Modellbahn- und Modellbauspaß auch maßgeschneidert in der Halle präsentiert. Es gab eine Kinder-Eisenbahn, die sich völlig unkompliziert in einem Gleis-Oval bewegte und eine Playmobil-Stadt mit riesigem Rummelplatz samt Riesenrad und zahlreichen Figuren, die von einem großen City-Zug durchquert wurde. Dazwischen aufgebaut auch voll eingerichtete Puppenhäuser. Kein Wunder, dass hier nicht nur Jungen stehenblieben und staunten.

Zum Staunen auch die Lego-Bahn, die eindrucksvoll zeigte, dass der Freisener Verein neben den Freunden der Modellbahnen auch vielen Modellbauern eine Heimat gibt. Solchen, die schon seit den Tagen der Kindheit nicht von den bunten Plastikklötzchen loskommen und etlichen anderen, die mit anderen Materialien, Metall, Holz und Papier zu Werke gehen. Vorzeige-Objekt der Präsentation war die große Modul-Eisenbahn, die einen beträchtlichen Teil der Halle ausfüllte. Hier trug jeder Modell-Eisenbahner seinen Teil bei, indem er ein Teilstück einer Landschaft fertig modelliert und mit Schienen versehen an ein anderes, von einem weiteren Vereinsmitglied gestaltetes Stück Modellbahn-Landschaft anschloss. Die Gleisanschlüsse sind genormt, die Landschaften individuell – am Ende passte alles.

Das gilt auch für die Besucherzahl, mit der die Veranstalter sehr zufrieden waren. Der Vorsitzende stellte fest, dass am Ende wohl zwischen 350 und 400 Gäste den Weg in die Halle gefunden hatten. Nicht schlecht für einen Samstagabend und nicht schlecht für die Zukunft denn, so Gerd-Peter Werle: „Wir bemühen uns, das angestaubte Hobby wieder aktuell zu machen und wenn man den Leuten nicht zeigt, was man macht, kommt auch keiner.“



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