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Sprache: Deutsch

PRESSEBERICHTE



Erschienen in: Weilerbach Aktuell
Erscheinungsdatum: 20.10.2011

Der Adler dampfte in Eulenbis über die Gleise

Der Adler dampfte in Eulenbis über die Gleise

Mit der Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth am 7. Dezember 1835 hatte das Dampfross seinen Siegeszug angetreten. Die Bahn machte die Menschen mobil. Der Adler war die erste Lokomotive, die kommerziell die etwa sechs Kilometer lange Gleisstrecke zwischen Nürnberg und Fürth befuhr. Eine recht zugige und rauchige Angelegenheit für den Lokführer, wie der aufmerksame Besucher der Modelleisenbahn- und Spielzeugbörse feststellen konnte, die am vergangenen Sonntag im Bürgerhaus von Eulenbis bereits zum 30. Mal stattfand. Auf der liebevoll gestalteten vollautomatisch computergesteuerten N-Spur-Anlage (9-mm-Spur) von Karl Heinz Weißmann aus Mackenbach nämlich damptfe ein Miniatur-Adler über die Gleise, vorbei an Bahnhöfen, einem kokelnden Haus, davor die angerückte Feuerwehr mit blinkendem Blaulicht, über Brücken und durch Tunnels. Aber auch moderne Ausgaben infrarotlicht-gesteuerter Minitrix-Züge flitzten durch die Kurven.

Bedeutend handlicher waren die Züge auf der Anlage von Gerd Stier, Gründer der Börse und für den veranstaltenden Kultur-, Fest- und Umweltausschuss der Ortsgemeinde zuständige Organisator. Der ließ die Mallet-Lokomotive der Marke LGB zu einer täuschend echten Geräuschkulisse ihre Runden drehen. Ein Knopfdruck von Stier und schon ertönten die Geräusche von zuschlagenden Türen, zischendem Dampf, Pfeifen, bremsenden und abfahrenden Zügen. Der technische Wandel bei der Bahn ist längst auch bei den Freunden der Modelleisenbahn angekommen. Ohne Elektronik läuft hier kaum noch was. Höchstens bei den Nostalgikern.

Annähernd 20 Aussteller präsentierten auf 330 Quadratmetern im Erd- und Obergeschoss des Bürgerhauses ihre Schätze, die seit Generationen Objekte der Begierde für ungezählte Modelleisenbahnfans sind. Nahezu alles, was das Herz begehrte, war in Eulenbis zu finden: Lokomotiven, Wägen, Gleise, Elektronik, Figuren, Gebäude, Autos. Von Letztgenannten hatte Frank Ehmke ungefähr 500 mitgebracht und ausgestellt. Griffbereit einen 1.200 Seiten dicken Katalog mit sämtlichen Fahrzeugen samt detaillierter Angaben der Wikingmodelle. 2003 ist diese Gesamtübersicht letztmals erschienen. Nico Reuß und Bernd Constantz aus Kaiserslautern waren allerdings von der etwas größeren Ausgabe eines Ferraris angetan.

Immer wieder bestaunt ein Miniaturhubschrauber, den Gerd Stier auf Wunsch vieler kleiner und großer Börse-Besucher in die Luft gehen ließ (1. Bildleiste rechts). - 2. Bildleiste: Nico Reuß und Bernd Constantz mit Frank Ehmke. Der Adler dampft in Eulenbis. Marcel interessiert sich für die „Gartenbahn“ von Gerd Stier.

Text/Fotos: bm





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 12.10.2011

 

Eisenbahnidylle  zieht sogar  nachts  Besucher  an

Auch der Freisener Bahnhof war detailgetreu nachgebaut

 

450 Besucher, 150 mehr als im
vergangenen Jahr, bewunder-
ten   am   Samstagabend   zwi-
schen 18 und 24 Uhr in der Frei-
sener Schulturnhalle eine be-
zaubernde   Miniaturwelt.   Der
Modellbauclub hatte zu seiner
zweiten „Nacht der Modellei-
senbahn“ eingeladen.
 
Von SZ-Mitarbeiter
Gerhard Tröster
 
Freisen.     Ein      beschauliches
Städtchen mitten im Schwarz-
wald. Natürlich hat es einen
Bahnhof. Eben fährt ein Gü-
terzug mit 19 Waggons durch,
verschwindet   in   einem   Tun-
nel,   um   nach   einer   Schleife
wieder aus dem Dunkel aufzu-
tauchen. Ein Bus umkreist den
historischen    Stadtkern.    Und
ein Feuerwehrauto. Ein Haus
ist in Brand geraten. Rauch-
schwaden steigen auf. Aus der
Spritze eines Feuerwehrman-
nes   strömt   in   hohem   Bogen
Wasser in das schwarze Dach-
gebälk. Doris und Otto Gisch
aus Namborn gehört diese Mo-
dellbahnanlage, die am Sams-
tag bei der zweiten „Nacht der
Modelleisenbahn“ des Freise-
ner    Modellbauclubs    gezeigt
wird. Die Halle ist eine einzige
bezaubernde        Miniaturwelt,
bestehend   aus   Häusern   und
Landschaften, wie sie auf Bil-
dern der Maler nicht schöner
sein   könnten.   Und   natürlich
aus    vielen    hundert    Metern
Gleisen, auf denen Züge fah-
ren.     Erinnerungen     an     die
Dampflokzeiten   tauchen   auf,
an Waggons mit Holzbänken,
 
Bahnwärterhäuschen  und
Stellwerke,    an    Flügelsignale
und von Hand bediente Wei-
chen.
Wer den einst nicht bedeu-
tungsvollen   Freisener   Bahn-
hof gekannt hat, erlebt auf der
Ausstellung Nostalgie pur. Das
Empfangsgebäude,      das      vor
Jahren    abbrannte,    ist    maß-
stabgetreu   nachgebaut,   sogar
das   danebenstehende   Toilet-
tenhäuschen. Die Gleisanlage
mit ihren Bahnsteigen ist zu
sehen,   ebenso   ein   Stück   der
Strecke in Richtung Eitzweiler
mit Signalen und Telegrafen-
masten.
Hinter Freisen kommt Afrika
Nach oben ist die Strecke wei-
tergebaut,      allerdings      nicht
zum      früheren      Haltepunkt
Freisen-Füsselberg,     sondern
zu          einem          militärischen
Übungsgelände.     Fahren     die
Züge aber in Richtung Eitzwei-
ler, kommen sie dort niemals
an,    sondern    in    Afrika.    Die
Bahn durchfährt hinter Frei-
sen eine Wüstenlandschaft mit
Palmen    und    strohgedeckten
Hütten. Ein Stück weiter rollt
sie   durch   eine   faszinierende
Winterlandschaft,   um   gleich
danach eine blühende, grünen-
de Sommerau zu erreichen.
„Mit zwölf Jahren habe ich
mit dem Modellbahnbau ange-
fangen“,    erzählt    Karl-Heinz
Weißmann   aus   Mackenbach,
der mehr als zehn Jahre ge-
braucht hat, bis  seine Anlage
fertig   war.   „Fertig   ist   sie   ei-
gentlich   noch   immer   nicht“,
ergänzt er. „Ich arbeite noch
an der Elektronik, damit ich
die   Zugfahrten   über   den   PC
steuern kann.“ Die riesige Le-
gobahn,   an   der   viele   Kinder
aus dem Staunen nicht heraus-
kommen,    ist    zweifellos    der
Mittelpunkt der Schau. Danny
Heinrich   hat   daran   mitgear-
beitet und ist sicher, „dass hier
mehr als 10 000 Teile verbaut
worden sind.“ Mehrere Züge
umrunden   die   Stadt,   bleiben
stehen, fahren wieder an. Sig-
nale öffnen sich und schließen
wieder. Der zwölfjährige Tobi-
as aus Hofeld macht ein Foto
nach dem anderen und strahlt:
„Ich bin sprachlos, die Lego-
Bahn ist großartig.“ Auch Jörg
Endres    aus    Thallichtenberg
kann sich von der Bahnanlage
nicht trennen. „Ich bin zwar
kein Kind mehr, spiele daheim
mit    meinem    Sohn    Etienne
aber immer noch mit der Lego-
Bahn.“.
Dass     450     Besucher     zur
„Nacht der Modelleisenbahn“
kommen freut den Vereinsvor-
sitzenden,   Gerd-Peter   Werle.
Im   Viertelstundentakt   schal-
tet er die Hallenbeleuchtung
aus. „Jetzt können Sie beson-
ders    gut    entdecken,    wo    es
überall    Lichter    gibt“,    infor-
miert er die Besucher über das
Mikro.    Wer    ruhen    möchte,
geht in das von Uwe Sänger be-
treute Eisenbahnkino im Ne-
benraum, wo unterschiedliche
Filme laufen. Nur die Jungen
und   Mädchen   werden   nicht
müde. An der Kinderbahn las-
sen sie pausenlos den Güter-
zug und den Personenzug über
die Schienen rattern.
 
 
 
 
 
 
 




Erschienen in: DIE RHEINPFALZ
Erscheinungsdatum: 17.10.2011

 

Vorbei am Gefängnis, vorbei am Bad Dürkheimer Fass

EULENBIS: 30. Modellbahnbörse zieht rund 500 Besucher an

Der Computer ersetzt bei den Lokomotiven den Ausziehschlüssel von einst

Die schwarze Lokomotive setzt sich nach einem Pfeifen zischend in Bewegung. Deutlich hörbar sind die Aktivitäten auf dem Führerstand. Originalgetreu sind die technischen Vorgänge in der Dampfmaschine zu vernehmen. Nicht an einem Bahnhof, sondern im Erdgeschoss des Eulenbiser Bürgerhauses spielten sich gestern diese Szenen ab. Dort lockte die Modellbahnbörse rund 500 Besucher an.

Veranstalter der Modellbahnbörse war die Ortsgemeinde, die Organisation hatte der Kultur-, Fest- und Umweltausschuss der Gemeinde übernommen. Die gestrige Ausstellung war die 30. ihrer Art. Die Schau habe sich im Laufe der vergangenen 15 Jahre deutlich gewandelt, berichtet Gerd Stier, Gründer und Organisator. „Wir sind den Wandel mitgegangen”, betont Stier mit Blick auf den Nachwuchs. „Wer die Jugend für sich gewinnen will, muss Elektronik bieten”, fügt er an.

Tatsächlich haben digitale Boxen und Computer die Aufziehschlüssel der Lokomotiven von einst ersetzt. Weichen werden heute nicht mehr von Hand gestellt, sondern digital über ausgereifte Computerprogramme. Das demonstriert auch Karl-Heinz Weißmann aus Mackenbach, der zum Modellbauclub Freisen gehört. Die gesamte Anlage hat der ausgebildete Fernmeldetechniker selbst konzipiert, „das Herzstück ist die Steuerung”, betont er. Eine Computeranlage mit 18 Platinen steuert sämtliche Aktivitäten. „Die Anlage muss alleine laufen”, begründet Weißmann diesen Aufwand und kann sich seelenruhig seiner Gattin widmen. Sie verfolgt das Geschehen von der „Winterbahn” aus, einer liebevoll in Kunstschnee gehüllten Eisenbahnanlage.

Aus dem Führerstand der „Gartenbahn” ist das Kohleschippen zu hören, die Tür quietscht, und schon setzt sich der Zug in Bewegung. Loderndes Feuer ist in der Lokomotive zu erkennen, die Geräusche werden mit zunehmender Geschwindigkeit immer lauter. Vorbei geht die Zugfahrt am Gefängnistrakt, wo die Hofgänger hinter den dicken Mauern ihre Runden drehen, und am Bad Dürkheimer Fass, vor dem sich Gastronomiepersonal bewegt.

Einwurf: Allen modernen Anlagen zum Trotz: Jugendliche schwärmen auch für nostalgische Züge.

Erst wenige Jahre auf dem Markt ist der Rollenprüfstand, der sich von der bisherigen Schienenbasis deutlich unterscheidet. Das einfache Gerät, das Marion Zeller aus Eislingen selbst herstellt, ist bedeutend billiger und lässt die Eisenbahnfreunde staunen.

Bildtext: Weitgehend Männersache: Große und kleine Eisenbahnfreunde schauten sich gestern begeistert auf der Modellbahnbörse um, die bereits zum 30. Mal im Eulenbiser Bürgerhaus stattfand. Dort gab es nicht nur Schienenfahrzeuge zu bestaunen, sondern auch Autos und Nutzfahrzeuge.

 

„Schöne alte Loks gibt es viele, doch dafür reicht mein finanzielles Budget nicht”, erzählt der zwölfjährige Nico Rahm aus Heiligenmoschel nach seinem Rundgang durch das Erdgeschoss des Bürgerhauses. „Um meine Wünsche erfüllen zu können, muss ich noch kräftig sparen”, sieht er ein. Seine Anlage zu Hause ist moderner, aber dennoch schwärmt der junge Mann für nostalgische Eisenbahnen.

Nicht nur die Jugend, sondern auch die erfahrenen Eisenbahnfreunde haben Spaß an den vielen ausgestellten Modellen. Viele Fachgespräche werden untereinander oder mit den Ausstellern geführt. Dabei gibt es Tipps und Anregungen, meist aber werden die eigenen Anlagen und Entdeckungen präsentiert.

Die Augen richten sich auf den in Eigenbau errichteten Triebwagen, der um das Jahr 1950 entstanden ist. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Motor, der schließlich das Schienenfahrzeug mit seinen rund zweieinhalb Kilogramm in Bewegung setzen soll. Etwa von 1930 stammt der historische Bahnhof, den Dieter Steitz aus Kaiserslautern entdeckt, sandgestrahlt und neu lackiert hat. Steitz ist in Fachkreisen für seine Raritäten bekannt und immer wieder ein Ansprechpartner für Eisenbahnfreunde.

Neben den Schienenfahrzeugen nehmen Räderfahrzeuge bei der Modellbahnbörse einen großen Rahmen ein. Ob ein schon in die Jahre gekommener und etwas lädierter Kabinenroller oder ein moderner Sportwagen - die Palette der Personenkraftwagen ist breit. Hinzu kommen Nutzfahrzeuge und viele Landschaften. Ergänzt wurden die Modelle durch Stofftiere und Handarbeiten. (osw)





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 16.06.2011

 

Zwischen  Mini-Autos  und  Dampfloks 

Siebte Modellbau-und Spielzeugbörse in der Bruchwaldhalle war voller Erfolg 

Weit  über  1000  Spielzeugfans,
die  überwiegend  dem  Kindes-
alter längst entwachsen waren,
tummelten  sich  zwischen  Mo-
delleisenbahnen,     Miniaturau-
tos,  Puppen  und  Star  Wars-Fi-
guren. Schwerpunkt der siebten
vom     Modellbauclub     Freisen
(MBCF) veranstalteten Modell-
bau-   und   Spielzeugbörse   war
das  Thema  Science-Fiction  und
Fantasy.
Von SZ-Mitarbeiter
Frank Faber

Freisen.  Hat  sich  das  umfang-
reiche Angebot der flächenmä-
ßig  größten  Spielzeugbörse  im
ganzen Lande schon bis auf fer-
ne      Planeten      herumgespro-
chen?  „Es  scheint  so“,  sagt  der
Vorsitzende  des  MBFC,  Gerd-
Peter Werle, mit einem Grinsen
im  Gesicht.  Zwischen  den  70
Tischen    patrouillieren    unter
anderem   ein   furchteinflößen-
der   Kopfgeldjäger,   eine   Jedi-
Ritterin und ein rot gekleideter
Besucheroffizier.  Die  drei  Au-
ßerirdischen gehören zum har-
ten Kern von Saar Wars Dinner,
einer   Gruppe   von   saarländi-
schen Star Wars-Freaks, zu des-
sen   Aktivitäten   diese   Rollen-
spiele zählen.
Mittelpunkt des Interesses
„Als  wir  von  dem  Motto  Sci-
ence-Fiction   und   Fantasy   ge-
hört  haben,  wollten  wir  sofort
mitmachen“,   klärt   der   Besu-
cheroffizier    auf.    Hinter    den
Darstellern    bastelt    der    Auf-
tragsmodellbauer  Andreas  Gey
aus  Neuwied  an  einer  Minia-
turfigur für ein Weltraum-Dio-
rama. Der Grünstädter Ausstel-
ler  Frank  Luschnat  bietet  ne-
benan  alles  feil,  was  das  Herz
Stars  Wars-Fans  begeht.  „Das
macht  die  Spielzeugbörsen  um
einiges  vielfältiger“,  meint  der
Händler.   Im   Mittelpunkt   des
Besucherinteresses  stehen  na-
türlich  die  unzähligen  Modell-
eisenbahnen  und  Miniaturau-
tos.  Live  baut  Peter  Keller  auf
Wunsch  den  Kunden  LEDs  in
die  Fahrzeugmodelle  ein.  Vor
seinem  Stand  versammelt  sich
eine Männerrunde, die ihm be-
geistert  bei  der  Ausübung  sei-
nes Handwerks zuschaut.
Modelleisenbahnfan       Erich
Schmitt   aus   Baumholder   war
eigentlich zunächst auf der Su-
che    nach    Ersatzteilen.    Nach
Hause geht er jedoch mit einem
Trafo.  „Hier  finde  ich  immer
Sachen  und  alles  ist  billiger  als
im  Fachgeschäft“,  bilanziert  er
seine  Stippvisite.  Alfred  Mor-
gen ist eigens aus Trier gekom-
men,   um   sich   einen   speziell
aufklebbaren  Zebrastreifen  zu
beschaffen.    „Egal    ob    Rarität
oder   ein   günstiges   Schnäpp-
chen,    hier    bekomme    ich    so
was“, ist er sicher.
Gegen  Mittag  zieht  der  Saar-
brücker   Händler   Günter   Ma-
rekfia  ein  positives  Zwischen-
fazit.  „Gleich  der  erste  Kunde
hat eine amerikanische Dampf-
lok   für   165   Euro   mitgenom-
men“,   berichtet   er   zufrieden.
Nun  seien  mehr  die  Kleinteile
gefragt.  Der  achtjährige  Julian
Haßdenteufel aus Hauperswei-
ler  freut  sich  doppelt.  Mit  der
Fernsteuerung    lenkt    er    drei
Runden  einen  Lastkraftwagen
fehlerfrei über einen aufgebau-
ten Parcours und erwirbt so bei
den Mini-Truck-Freunden Saar
den Führerschein. Kurz darauf
gewinnt  er  bei  der  Verlosung
des MBCF einen Bausatz.
Als Werle davon erfährt, dass
nach  einer  dreistündigen  Bör-
senzeit rund 1000 Besucher die
Kasse   passiert   haben,   strahlt
sein Gesicht erneut. „Das ist ge-
nial“,   meint   er.   Die   Sammler
und   Spielzeugliebhaber   seien
wieder   aus   ganz   Deutschland
und   dem   benachbarten   Aus-
land  nach  Freisen  gekommen.
„Jeder  Besucher  wird  von  uns
durch  die  Bekanntgabe  seiner
Postleitzahl  erfasst“,  teilt  Wer-
le mit. Nur von drei Außerirdi-
schen habe er bislang noch kei-
ne bekommen. 

 





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 09.06.2011

 

Modelle,  Autos,  Puppen  und  Spielzeug

Zum siebten Mal findet in Freisen die Modellbau- und Spielzeugbörse in der Bruchwaldhalle statt

Freisen. Der Modellbauclub Freisen  organisiert  für  Pfingstsonntag, 12. Juni, zum siebten Mal eine Modellbau- und Spielzeugbörse-

in der Bruchwaldhalle Freisen.
„Diese Veranstaltung ist die größte ihrer Art im Saarland“, sagt der Vorsitzende Gerd-Peter Werle. 
Auf mehr als 1500 Quadratmetern  und  rund  350  laufende  Meter Tischlänge präsentieren mehr als 70 Händler und Aussteller vieles  rund  ums  Hobby  Modellbau/ Modelleisenbahn. Sie kommen aus dem gesamten Südwesten der Republik  und  aus  Baden-Württemberg, Hessen,  Nordrhein-Westfalen  und  sogar  aus  Frankreich und Luxemburg angereist. Die  Schwerpunkte  liegen  beim
Thema  Modelleisenbahn  und  alles was dazugehört, aber auch für die  Freunde  von  Modellautos  ist   bestens   gesorgt.   Auch   Zubehör wird  angeboten.  Neben  Ü-Eiern und Puppen  werden  auch  Legos und   Spielzeug   angeboten.   Zum ersten Mal ist ein Aussteller  dabei, der Helicopter anbietet. Auch kann  man  Modelle  erwerben,  in die tagsüber live LEDs eingebaut werden.  „In diesem  Jahr  stellen wir   das   Thema   Science-Fiction

und    Fantasy    in    den    Vordergrund“,    sagt    Werle    und  verspricht. „Es wird die eine oder andere  Überraschung  zu  sehen  geben.“
Für etwas Abwechslung sorgen die  Damen  des  Vereins, denn sie haben  eine  Tombola  organisiert.
Es gibt mehrere  Startpackungen und große Modellbausätze zu gewinnen.  Insgesamt  stehen  mehr als   800   Sachpreise   zur  Verfügung.  Der  Erlös  ist  für  die  Arbeit der Jugendgruppe bestimmt. Geöffnet  ist  die  Börse  von  zehn  bis 16 Uhr. Der Eintritt ist für alle unter 18 Jahren frei. 


Für Informationen steht der
Vorsitzende Gerd-Peter Werle unter der Telefonnummer (0 68 55) 76 43 zur Verfügung.
w w w. m b c f. d e

 





Erschienen in: Saarbrücker Zeitung
Erscheinungsdatum: 26.05.2011

 

Krieg  der  Sterne  in  Klein

Modellbauclub Freisen und das Jugendbüro in Freisen veranstalteten Aktionstag 

Zum vierten Mal hatten der Modellbauclub Freisen (MBCF) und das Jugendbüro der  Gemeinde zum  Aktionstag „Modellbau für Kids“ eingeladen. Aus 35 Einzelteilen  setzten  die  acht eilnehmenden Nachwuchsmodellbauer im Alter zwischen sieben und 14 Jahren das Raumschiff Slave I aus der legendären   ScienceFiction-Saga  Star  Wars    Krieg der Sterne zusammen.

Von SZ-Mitarbeiter
Frank Faber

Freisen.  Vor  den  jungen  Baumeistern   liegen   ein   Bauplan mit zwölf Abbildungen und die Einzelteile,     aus     denen     das Raumschiff Slave I zusammengesetzt   wird.   „Bitte legt eure Zubehörteile  so  hin,  damit ihr sie   mit   denen eures Nebenmannes  nicht  verwechselt“, macht  der MBCF-Vorsitzende,
Gerd-Peter  Werle,  die  Kinder aufmerksam.   Danach   wird   es im  Clubraum  ganz  ruhig.  „Toll, die   Kinder   sind   richtig konzentriert  und  geduldig“,  beobachtet      Jugendleiter Danny Heinrich. Betreuer Eddy  Theobald  hilft  dem  siebenjährigen Neuling Louis Hudea beim Zuordnen der richtigen Einzelteile.  „Die  mit  dem Seitenschneider  abgeknipsten  Teile  musst Du mit der Nagelfeile   noch nachschleifen,  dann  passen sie besser“,  hat  Theobald  als  Tipp

parat. Gegenüber von Louis sucht seine  Schwester Cilina (9) einen nummerierten Flügel.  „Ich  will auch lernen, wie man   ein Raumschiff zusammenbaut. Es ist einfach  schön, das ich hier bin“, schwärmt sie. Jeder      fertige      Bauabschnitt bringt  ihr  Gesicht  zum  Strahlen.  „Das  ist  für  die  Kinder  ein absolutes  Erfolgserlebnis.  Zudem entdecken sie neue Talente  bei  sich  selbst“,  weiß  Heinrich. Es komme auch schon mal vor, dass ein Teil nicht hundertprozentig   passe,   dann   müsse angeklebt   werden,  obwohl   es ein Steckbausatz sei.
„Bei  mir  passt  es“,  freut  sich der neunjährige Jan Schneider.

Zu Hause habe er schon Schiffe zusammengebaut.  „Die  Flügel an  die  Platte  dran  zu  machen war  das  Schwierigste“,  berichtet er von einer kniffligen Bauphase. Sebastian Wolff (8) fühlt sich  wie  Star  Wars-Held  Boba Fett,  als  er  sein  fertiges  Raumschiff  in  Händen  hält.  „Wenn das  Raumschiff  jetzt  noch  fliegen könnte“, sagt er verträumt.
In   seinem   Kinderzimmer   bekomme  das  Raumschiff  einen besonderen Platz. „Mit der Aktion „Modellbau für Kids“ wollen wir die Kinder schrittweise, und spielerisch an den Modellbau heranführen“, erklärt Werle.   „Anfangs   sollen   sie   nach erzenslust   basteln,   und   bei
Lust  und  Interesse  können  sie bei den Gruppenstunden unserer  Jugendgruppe  reinschnuppern“, ergänzt Heinrich. Cilina ist   von   Modellbautag restlos  begeistert.   „Kann ich  das nächste Mal wiederkommen?“, fragt  sie  Werle  mit  funkelnden Augen. Für einen Moment verschlägt  es  dem  Vereinschef  die Sprache. „Toll, so was zu hören.
Darauf  hofft  man,  obwohl  man nie weiß, ob es klappt“, sagt der sichtlich   gerührte   Werle,   der den  Aktionstag  als  Erfolg  wertet.   Restlos   zufrieden   fliegen die jungen Modellbauer mit ihrer  Slave  I  nach  Hause.  Fünf Euro   hat   der   Bastelspaß   die Kinder gekostet.

 



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